Wir sind...

Menschen aus unterschiedlichen beruflichen und sozialen Schichten, welche eine freiwillige persönliche Entscheidung für Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser getroffen haben. Jesus Christus starb aus Liebe am Kreuz, um uns Menschen mit Gott, dem heiligen Schöpfer zu versöhnen. Dankbar haben wir deshalb durch den persönlichen Glauben an Jesus Christus Vergebung der Schuld und ein neues Leben empfangen. Die Bibel ist für uns das Wort Gottes und deshalb die alleinige Autorität in allen Glaubens- und Lebensfragen. Als entschiedene Christen treffen wir uns regelmäßig, um Gott anzubeten, aus Seinem Wort zu lernen und verschiedenen anderen Aktivitäten nachzugehen. Wir praktizieren die Glaubenstaufe durch Untertauchen und sind weder ökumenisch noch charismatisch. Wir gehören also keinem kirchlichen Verband an, wissen uns aber mit allen wahren Christen verbunden.

  Hinweis für Besucher, die am Brotbrechen teilnehmen möchten

Indem wir uns als Gemeinde jeden Sonntag zum Brotbrechen versammeln, wollen wir den letzten Wunsch unseres Herrn vor Seinem Kreuzestod erfüllen (s. Lukas 22,15).
Gerne empfangen wir zu diesen Versammlungen auch Besucher, die mit uns gemeinsam das Brot brechen möchten. Es ist unser Wunsch, dass in dieser Zusammenkunft zum Gedächtnis des Herrn und zur Gemeinschaft der Seinen niemand anonym bleibt, deshalb bitten wir, uns zuvor die Möglichkeit zu geben, dass wir einander kennen lernen (Kontaktpersonen).

Nach der Schrift ist das Brotbrechen ein Gemeinschaftsmahl - in dem die Teilnehmenden Gemeinschaft mit dem Herrn und untereinander haben und den Leib Christi sichtbar zum Ausdruck bringen (1. Kor 10,16).
Um gemeinsam das Brot zu brechen, fordern wir deshalb keine weiteren Bedingungen, als allein diejenigen die uns Gottes Wort für die gegenseitige Gemeinschaft nennt:
- ein klares Zeugnis der Errettung durch Gott (2.Kor 6,14 - 18)
- kein bewusstes Leben oder verharren in einer Sünde (Mt 18,15 - 18,1.Kor 5)
- kein festhalten an fundamentalen Irrlehren
- keine Gemeinschaft mit solchen die an fundamentalen Irrlehren festhalten oder diese sogar verkündigen (2. Joh 9 - 11)
Unter fundamentalen Irrlehren verstehen wir solche Lehren, welche die Fundamente des Christentums untergraben wie falsche Lehren über unseren Herrn Jesus (z.B. Leugnung seiner Gott- oder Menschheit), Leugnung der Vollgültigkeit des Erlösungswerkes unseres Herrn am Kreuz von Golgatha, Leugnung seiner leiblichen Auferstehung und Himmelfahrt, der Errettung allein aus Gnade durch den Glauben; Verneinung der Inspiration und Irrtumslosigkeit der Schrift (z.B. historisch - kritische Theologie), Leugnung des ewigen Gerichtes (z.B. Allversöhnung ).

  Das Evangelium ist...

die frohmachende und befreiende Botschaft, die im Leben, Sterben und der Auferstehung von Jesus Christus ihre Erfüllung fand. Das Evangelium ermöglicht uns Menschen ein neues Leben in einer persönlichen Beziehung zu Gott ohne jegliche Vorbedingungen. Diese Botschaft wollen wir unseren Mitmenschen durch Schriften, Worte und unser Leben weitergeben. Jesus Christus spricht: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe [Johannes 3,16]. Gott will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen [1. Timotheus 2,4]. Also wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, welche der Buße nicht bedürfen [Lukas 15,7].

  Wir glauben...

dass die Bibel wörtlich inspiriert ist und uns von Gott als Richtschnur gegeben wurde. / ... an den ewigen dreieinigen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. / ... dass Jesus Christus wahrer Mensch und wahrer Gott ist; dass Er von der Jungfrau Maria geboren wurde, ohne Sünde war, leibhaftig auferstanden ist und jetzt zur Rechten des Vaters im Himmel für uns eintritt. / ...dass Er wiederkommen wird, um Seine Gemeinde zu sich zu holen und Sein tausendjähriges Reich aufzurichten. / ... dass der Mensch ohne Ausnahme durch die Sünde völlig verdorben ist. Deshalb ist er unter Gottes Zorn, von Ihm getrennt und muss errettet werden. / ... dass Jesus Christus starb und Sein Blut als Opfer für die Sünden der Welt vergoß. / ... dass jeder Mensch, um errettet zu werden, die Erlösung aufgrund seines persönlichen Glaubens an den Herrn Jesus Christus annehmen muss und dass die Erlösung ein ewig gültiges Geschenk von Gott ist, das nicht von Werken abhängt. / ... an die leibliche Auferstehung der Erlösten sowie der Unerlösten. / ... an das ewige Leben der Erlösten in der himmlischen Herrlichkeit, wie auch an die ewige Verdammnis der Unerlösten in der Hölle. / ... dass jeder Gläubige dazu aufgerufen ist, Jesus Christus in Wort und Tat nachzufolgen und durch die Liebe Jesu Christi und die Kraft des Heiligen Geistes dazu befähigt wird.

  Zeugnisse...

einiger Christen, die in der Nachfolge mit dem Herrn Jesus Christus unterweges sind.
Sie können über folgende Personen mehr erfahren: Wie sie den Herrn finden durften und wie der Herr Jesus Christus
das Leben von Ingrid, von Katrin, von Stephan und von Vassilios verändert hat.

  Ein Zeugniss von Vassilios

Aggression und Friede
Ich bin 1976 im Schwäbischen als Sohn einer griechischen Gastarbeiterfamilie geboren.
In relativ armen Verhältnissen wuchs ich als Sandwichkind in der Familie auf.

Ich sehnte mich schon als Kind danach, durch das Leben zu gehen, ohne daß einer von mir was wollte. Einfach in Ruhe gelassen zu werden. Fehlanzeige.
Nun, hier beginnt schon eine ganz gewöhnliche Lebensgeschichte, also nichts auffälliges aber doch mit einem ungewöhnlichen Wendepunkt.
Als Ausländerkind lernte ich schon ziemlich früh mich gegen die zu wehren, die mich wegen meiner Herkunft nicht leiden konnten, gegen die, die ohnehin schon traditionelle Feinde waren oder gegen die, denen meine Nase einfach nicht gefiel. Und wenn Aggressionen früh aufgebaut werden...
Schlägereien und Gewalt auf dem Schulhof, Gewalt auf dem Schulweg, Gewalt auf dem Fußballplatz und in den Trainigskabinen, Gewalt auf der Straße und zu Hause eine harte Rute. Es schien alles nur mit Gewalt zu gehen, und je härter und brutaler sich einer behaupten konnte, desto besser war es für ihn.
Dabei lag ich des öfteren einfach unten - voll abgeloost. Wut und Aggressionen dominierten, ich wollte das aber nicht. Wut gegen alles, auch gegen Erziehung und gegen besseres Wissen. Wie ließ ich meine Aggressionen freien Lauf? In mir drinnen und die Pille war ziemlich stark, die ich geschluckt habe. Die Moral meiner “zarten” Jugendzeit war leider nicht von zu Hause, von der liebevollen Erziehung meiner Mutter geprägt, sondern von der dreckigen Straße.
Ich ging klauen, log und betrog. Es war mir sowieso alles egal. Ein ätzendes Leben. Chancen und Möglichkeiten waren ziemlich dünn gesät, so ging meine komplette Klasse von der Grundschule (ich ging in eine griechisch-deutsche Schule) in die Hauptschule ab, weil die Eltern von nix ‘ne Ahnung hatten und die Lehrerin etwas strange war.

Dann durfte ich zur griechischen Kirche mit, ganz artig zu Ostern und zu Weihnachten. Was hatte das mit der Realität zu tun gehabt, die ungeschminkt und mit voller Wucht auf mich prallte? Dort konnte ich den Typen da vorne nicht verstehen, nicht nur weil er im Grunde nichts aussagte, sondern der Geräuschpegel war derart hoch, daß mir der Schädel brummte.
Die Leute lästerten im “Gotteshaus” was das Zeug hielt, da dachte ich mir, was läuft hier ab? In meinen Augen waren sie alle nur scheinheilige Heuchler und ich begann, sowas zu verabscheuen.
Bei dem allen war ich doch nach außen hin sehr scheu. Weswegen ich mit Drogen nichts angefangen habe verdanke ich es meiner Mutter und ihrer Fürsorge in Verbindung vielleicht mit dem glücklichen Umstand, daß ich keinen der Dealer auf der Schule kennengelernt habe.

Und, da war noch einer da der es gut mit mir meinte, ich kannte ihn aber noch nicht, deswegen hatte ich auch keine Peilung wo es lang ging mit mir. Selbstmordgedanken hatten damals für mich etwas zutrauliches an sich, wie ja bei vielen, es war mir alles so was von egal, ob ich lebte oder tot war, es machte keinen Unterschied in meinen Augen. Als ich 15 oder 16 war, gab’s so eine Zeit, die ich nicht aushalten konnte, vieles hatte sich zugespitzt, in mir sah es ziemlich dunkel aus und ich rannte raus, rannte irgendwo hin und schrie dann innerlich zu einem, der mir helfen könnte. Ich schrie, und wenn ich jetzt noch daran denke, dann kann ich‘s kaum glauben, ich schrie schon zu einem, aber nicht zu Gott.
Denn ich konnte mir damals nicht vorstellen, daß er helfen konnte, ja, leider. Ich schrie zu Satan, ich traute ihm mehr zu als Gott. Ich hatte mit dem ganzen religiösen Zeug doch nichts zu tun und jetzt das?
Nun, das verfolgte mich weiterhin nicht, außer, daß ich sagen kann, daß ich ab dieser Zeit voll der Atheist wurde. Also nichts mit Okkultismus und mit all seinen Abarten.

Als ich in der Hauptschule war dauerte es wirklich nicht lange bis ich gemerkt habe, daß ich etwas smarter war als die anderen und beschloß, soweit wie möglich im Leben zu kommen, also durchlief ich die schulische Ausbildung.
Ich wollte heraus aus diesem Leben und durch harte Arbeit hinein in ein Easy-Life. Im November 2000 konnte ich mich schließlich Diplom-Kaufmann (Univ.) nennen.

Aber davor, im Sommer 1995 wendete sich das Blatt für immer. Ich fand, wonach ich suchte. Friede! Friede mit Gott durch den Herrn Jesus Christus.
Ich las die Bibel (v.a. das Neue Testament, in dem die Lebensgeschichte meines Herrn Jesus geschrieben steht) und besuchte eine christliche Jugendgruppe in meinem Ort. Ich sah am Anfang zumindest das ein, daß, wenn es Gott gibt, daß ich dann, so wie ich mein Leben führte und wie ich dachte und handelte, schuldig sein müßte und ich es wirklich verdient hätte eines Tages nicht bei Gott zu sein, sondern an einem schrecklichen Ort, die Bibel nennt ihn, die Hölle.

Dann schenkte Gott es einfach, daß ich von einem Pastor die Gute Nachricht erfuhr, nämlich: ,,Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, daß Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist”
(Römerbrief/Neues Testament, Kapitel 5, Vers 8).

Die Zeit war reif! Gott war die ganze Zeit da, ER war bereit, das Liebste und Kostbarste, das ER hatte, auch für mich herzugeben, was war das nur für eine Liebe? Ich verstand, warum Jesus am Kreuz leiden und sterben mußte. Für meine Schuld, für mein verpfuschtes Leben weit weg von Gott. Den Lohn meiner Schuld nahm er auf sich, damit ich frei ausgehen konnte. Er starb, damit ich leben konnte.

An einem lichten, sommerlichen Tag legte ich mein Leben Gott hin. Es waren einfache Worte, ich bat IHN, mir mein Leben und all den Schund zu vergeben. Tief in meinem Inneren wußte ich, daß ER mein Gebet angenommen hatte. Die Leere und die Sinnlosigkeit in meinem Leben mußten weichen, sie konnten nicht anders, denn,
,,da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden” (2. Brief an die Korinther/Neues Testament, Kapitel 5, Vers 17).

Vieles, das ich wiedergutmachen konnte, tat ich. Ich bin dem Herrn Jesus von tiefstem Herzen dankbar, was Er auch für mich getan hat, ein nimmerendendes Leben gab, daß ich im Gebet Zugang habe zum Vater im Himmel, der mir alles bedeuted, und daß ich leben kann mit IHM, mit Jesus.
Es ist wahr, ich fand das Leben und die Wahrheit in IHM. Unaussprechliche Freude wird es geben, wenn ich IHN bald sehen werde, wenn ich am Ende meiner Tage heimgehen werde. So lebe ich heute Hand in Hand mit meinem Herrn und Freund Jesus Christus auf dem Wege zum Vaterhaus, und wie könnte ich diese Gute Nachricht vor meinen Mitmenschen verbergen?
Freunde, nicht um 1000 Welten würde ich dieses Leben, auch mit seinen Schwierigkeiten und Problemen, eintauschen wollen!

“Du, du zogest liebevoll meine Seele aus der Vernichtung Grube; denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen.” (O-Ton König Hiskia zu Gott in einem der bewegensten Gebeten in der Bibel, zu lesen im Jesaja-Buch (Altes Testament), Kap. 38, Vers 17); dies ist auch mein Gebet geworden!

Vassilios [zurück]

 

  Ein Zeugniss von Stephan

Eigentlich bin ich in einem recht "frommen" Elternhaus aufgewachsen.
Mit sechzehn übergab ich während einer Jugendstunde unter Tränen dem Herrn Jesus mein Leben. Einige Wochen nach meiner Taufe kam es in meiner Gemeinde zu einer Spaltung. Ein charismatischer "Bruder" kam und wiegelte die Gemeinde gegen die Ältestenschaft auf, die sich gegen diese Einflüsse stellte.
Als "Baby" im Glauben hat mich das total abgeschreckt! Ich dachte mir, dass wenn DAS Gemeinde sei, ich dann doch lieber ALLEINE für mich Christ sein möchte. Ich ging von der Gemeinde fort, suchte mir aber leider auch keine andere. So geriet ich unter den Einfluss meiner ungläubigen Freunde und ging schon bald VÖLLIG in der "Welt" auf. Obwohl ich wusste, dass Gott mit meinem Leben nicht einverstanden war, sündigte ich ihm sozusagen "unverfroren ins Angesicht".
Viele kaputte Beziehungen später nahm ich im Januar '95 unter starkem Alkoholeinfluss eine Überdosis LSD. Als Folge davon überkamen mich schreckliche Krämpfe und alptraumhafte Eindrücke. Völlig am Ende dachte ich einige Stunden später, dass ich diese „Aktion“ vielleicht nicht überleben würde.
Mir wurde auch klar, dass mein Leben so, wie ich es "geführt" habe, vor Gott auf gar keinem Fall bestehen konnte. Unter viel Kampf - und alles andere als fest im Glauben - betete ich sinngemäß:" Herr Jesus, wenn du mich JETZT noch haben willst, dann will ich dir auch ganz gehören."
Obwohl ich zunächst nichts "fühlte", wusste ich doch, dass Gott nun über mein Leben verfügen sollte.
Ich fing in einem Altersheim an zu arbeiten, und wollte von dort aus Gott die Gelegenheit geben, mich weiter zu führen. In meinem kleinen Zimmer im Altersheim (direkt über zwei alten Damen) schenkte mir Gott dann auch eines Abends den tiefen Glauben, dass der Herr auch wirklich ganz persönlich für mich und meine Sünden starb. Ich weinte vor Glück und vor Scham; Scham darüber, was ich Gott mit meinem "Sauleben" angetan hatte.
Über meinen Onkel, ein Methodisten - Pastor, erfuhr ich von einer Kurzbibelschule (9 Monate) in Nürnberg. Ich ging hin und erlebte dort auch das Wirken Gottes in meinem Leben. Meine Dozenten ermunterten mich zur Pastorenausbildung, da sie einen Ruf für mich erkannten. Ich selber sah dies derzeit auch so. Es folgte ein weiteres Jahr Vorpraktikum in einer Methodistengemeinde in München. Auch dorthin begleitete mich unser treuer Herr.
Danach folgte eine sehr schwere Zeit für mich. Im Prediger Seminar wurde ich mit der Bibelkritik konfrontiert. Der Herr stand mir auch hier bei, sodass mein Glaube nicht "verbogen" wurde. Ich brach die Ausbildung ab und suchte nach einer "bibeltreuen" Ausbildungsstätte. Mein Weg führte mich nach Marburg (TABOR) - und leider durch ebenfalls aufkommende Bibelkritik - auch wieder von dort weg.
Jedoch durfte ich Christa, die nun seit fast fünf Jahren meine Frau ist, dort kennen lernen und „aus dem Serail“ in Marburg nach Bayern entführen! Aus diesem Grund und vielen anderen danke ich Gott für diese Zeit in meinem Leben, in der ich mich unter Kampf mit seinem Wort beschäftigen durfte und auch lernte die Schmach für ein, in den Augen vieler "naives, ja dummes Inspirationsverständnis" zu tragen. Seither glaube ich nur um so fester: Die Bibel ist durch und durch Gottes Wort, enthält weder Irrtümer noch Fehler und wird auch dann nicht vergehen, wenn die Namen so mancher "Theologen" längst in Vergessenheit geraten sein werden!
Der Herr zeigte mir während dieser Zeit auch, dass die Gemeindeordnungen des Neuen Testamentes auch heute als absolut einziger Maßstab zu gelten haben. Aus diesem Grund gehe ich seither in eine Gemeinde, die zu keiner Denomination gehört und die allein Jesus Christus und alle 66 Bücher der Bibel als alleinigen Maßstab anerkennt.
Seit Juli 2004 bin ich gelernter Heilerziehungspfleger und habe mich, zusammen mit meiner Frau im August dieses Jahres, der christlichen Gemeinde in Adelberg angeschlossen. Ich bin froh um meine Geschwister dort und freue mich darüber, Gott an diesem Ort mit meinen Gaben dienen zu dürfen. Zum Schluss möchte ich noch einen Bibelvers weitergeben, der mir schon viel Trost und Mut gemacht hat : „Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin.“ (1.Tim 1,15)

Stephan [zurück]

 

  Ein Zeugniss von Ingrid

Bis zu meinem 14ten Lebensjahr wuchs ich in einem katholischen Dorf auf. Meine Oma war streng katholisch. Sie hat uns Kinder immer dazu aufgefordert, sonntags in die Kirche zu gehen.
Mein Vater verunglückte bei einem Betriebsunfall. Ich war damals 8 Jahre alt. Es folgte eine schwere Zeit für meine Mutter, meine jüngere Schwester und mich. Jahre später heiratete meine Mutter wieder. Wir zogen um nach Esslingen. Nun ging ich nur noch selten in die Kirche.
Mit 16 lernte ich meinen Mann in einer Diskothek kennen und 2 Jahre später heirateten wir. Bei unserer Hochzeit, als das Fest in vollem Gang war, starb mein Onkel. Er war unser Trauzeuge.
Heute glaube ich, dass damals schon der Herr bei uns anklopfte.
Da ich meine Lehre nicht besonders gut abgeschlossen hatte und die Arbeitslage damals auch nicht gerade gut war, bekam ich keinen Arbeitsvertrag und war dann fast 1 Jahr arbeitslos. Mein ( Stief- ) Vater konnte mir dann eine Arbeit beschaffen bei der Firma, in der er arbeitete. Dort arbeitete ich 1 1/2 Jahre als Vesperholer und Lagerarbeiter. Da fragte ich mich oft, wozu ich eine Ausbildung hatte und nun diese niedrige Arbeit machen musste. Ich konnte dann innerbetrieblich in meinen erlernten Beruf zurück. Ein Kollege, mit dem ich hin und wieder geschäftlich zu tun hatte, erzählte mir, dass Gott in seinem Leben sehr wichtig ist. Ich war immer wieder beeindruckt von seinen Erzählungen. Manchmal kam er mir jedoch sehr weltfremd vor. Durch eine Umstrukturierung kam es dann, dass genau dieser Kollege mir gegenüber saß. So konnte ich ihn genau beobachten und war beeindruckt über seinen Umgang mit der Bibel und von seinem Fleiß. Ich unterhielt mich sehr gerne mit ihm, wenn ich auch nicht alles so verstand. Ja, auch damals hat der Herr bei mir angeklopft und ich habe nichts gehört.
Es folgte ein Jahr, in dem der Tod wieder um sich griff. 5 Kollegen starben innerhalb von einem Jahr. Einer war mein Vorgesetzter. Ein 1/2 Jahr später bekamen wir einen neuen Kollegen, den ich einlernen sollte. Es entstand zwischen ihm und mir ein sehr vertrautes Verhältnis, das mir dann auch zum Verhängnis wurde. Ich wurde diesem Mann gegenüber fast hörig. Ich belog und vernachlässigte meine Familie. Ich fühlte mich immer elender, wusste nicht mehr ein noch aus. Meinen Mann wollte ich nicht verlieren, ich hatte bei ihm alles, was ich wollte, er war immer gut zu mir. Doch fand ich selbst nicht aus dieser Lage heraus. Ich hatte schreckliche Angst. In meiner Not begann ich zu Gott zu beten. Ich flehte zum Herrn, er solle mir doch aus dieser sündigen Lage heraushelfen. Ich wusste genau, dass mein Verhalten Sünde ist und ich hatte furchtbare Angst.
Der Herr hat mein Gebet erhört. Dieser Mann wurde sehr krank und starb.
Kurze Zeit später besuchte uns ein befreundetes Ehepaar. An der Freundin bemerkte ich eine Veränderung. Sie erzählte mir, dass sie sich bekehrt hätte und sehr glücklich sei. Ihre Augen strahlten dabei unsagbar.
Bei ihrem nächsten Kurzbesuch berichtete sie mir fast beiläufig, dass es bald in Nürtingen eine Bibelstunde gibt. Dieser Satz ging mir nicht mehr aus dem Kopf. In mir begann ein Kampf. Mit Herzklopfen griff ich zum Telefon und rief meine Freundin an, fragte, wann denn die nächste Bibelstunde sei, und ob da jeder kommen darf. Sie antwortete: „Natürlich kann jeder kommen. Jetzt am Freitag haben wir wieder Bibelstunde.“ Dies erzählte ich meiner Schwester und wir entschlossen uns, gemeinsam dort hinzugehen. Dieser Abend war für mich persönlich sehr schlimm. Teilweise wurde mir richtig übel vor lauter Angst. Ich dachte auch daran, den Raum zu verlassen, aber ich traute mich nicht. In dieser Nacht habe ich so gut wie nicht geschlafen. Ich begann mit dem Buch " Jesus unser Schicksal ". Zwei Wochen darauf fuhren wir wieder nach Nürtingen zur Bibelstunde. Da erging es mir ähnlich wie zuvor. Ich war echt am Ende. Am nächsten Morgen kniete ich vor mein Bett und übergab Jesus mein Leben. Ich bat IHN, mir meine Schuld zu vergeben und mich sündigen Menschen herauszuretten aus diesem Sündensumpf. „HERR Jesus, mach du alles neu in mir, lass mich DIR gehören.“ Nach meiner Bekehrung merkte ich, wie oft ich selbst Gott gelästert habe. Da wurde es mir ganz heiß.
Ich bin so dankbar, dass mein Mann mir auch verziehen hat und dass Gott unsere Ehe bewahrt und erhalten hat.
Heute kann ich auch auf Menschen zugehen und sie ansprechen. Damit hatte ich immer große Probleme.
Ich danke Gott, dass Er für mich so viel Geduld aufgebracht hat und noch aufbringt. Dass ich erkennen durfte, dass Jesus für mich, für meine Schuld und Sünde, am Kreuz sein Blut vergossen hat. Dass ER alles auf sich geladen hat und ich selbst nichts tun kann.
Ich danke dem Herrn Jesus, dass ER das Werk der Erlösung vollbracht hat. Dass ER der Sieger ist, der König und der gute Hirte, der mir, dem verlorenen Schaf so lange nachgegangen ist und mich gerettet hat.

Ingrid [zurück]

 

  Ein Zeugniss von Katrin

Würdest du in einer Garage geboren werden, so wärst du deswegen nicht automatisch ein Autoliebhaber. Würdest du in eine christliche Familie hineingeboren werden, so wärst du nicht automatisch ein Christ. Alles was um dich herum ist, das prägt dich, aber du bist derjenige, der sich zu entscheiden hat...
Ich habe ein erfolgreiches Doppelleben geführt. Die mir bekannten Grundsätze der Bibel von Nächstenliebe haben mir sehr gut gefallen und ich habe mich bemüht, sie zu befolgen.
Meine Eltern waren und sind mir darin ein Vorbild, weil sie nicht nur davon reden, was man tun könnte, um anderen zu helfen. Dass wir immer wieder Obdachlose zu Gast bei uns hatten hat mir gut gefallen und ich wollte dem nacheifern, diesen Menschen zu helfen.
Ich war sehr zufrieden damit, wie ich mich für andere einsetzte und war mich sicher, dass wenn ich es weiter so machte, ich auf jeden Fall nach diesem Leben dann in den Himmel kommen werde. Wer sich zum Guten bemüht, der hat es sich verdient. Und zudem war ich ja als Kind getauft- eigentlich war alles gut abgesichert.
Eigentlich?
Eigentlich war das auch nur die eine Seite des Doppellebens. Denn obwohl mir klar war, dass es GOTT gibt und er sich wünscht, in eine persönliche Beziehung zu uns zu treten, habe ich in meinem Leben ganz klare Linien gezogen, wo er draussen bleiben sollte. GOTT war mir wichtig, wenn es mir schlecht ging, er sollte mich stark machen, wenn ich mich schwach fühlte aber er sollte wegschauen, wenn ich über Dinge nachdachte sie zu tun, bei denen ich wusste, sie würden ihn traurig machen. Ich wollte niemals etwas verpassen im Leben und mit Sehnsucht lebte ich auf meinen 18. Geburtstag zu, weil mir dann vollends das Tor zur Freiheit aufging.
Und dann war ich 18 Jahre und es öffnete sich das Tor zur Freiheit. Seitdem ist mein Leben ein Abendteuer. Anders als ich dachte – aber undenkbar besser als ich es mir je wünschte.
Ich war im Sommer ´99 auf einem Camp, dass das Thema „more of god“- „mehr von GOTT“ hatte. Ich bin sehr kritisch auf dieses Camp gegangen und habe die Leute, die dort mit dabei waren sehr genau beobachtet. Etwas an ihnen hat mich beeindruckt und tief getroffen, weil ich wusste, dass mir es fehlte und ich mich danach sehnte. Eine tiefe Freude und ein Frieden, der nicht damit in Stand gehalten werden muss, etwas zu leisten, sondern der von GOTT kommt und bedingungslos geschenkt ist.
Immer wieder in meinem Leben hörte ich den Satz: „JESUS starb für Sünder um sie zu retten“. Und immer dachte ich mir, „wie gut, dass ich so ein gutes Leben führe und kein Sünder bin. Für mich muss niemand sterben“.
Aber in dieser Zeit, auf dem Camp, wurde mir klar, dass ich nicht erst einen Menschen umbringen muss um ein Sünder zu sein. Nein, das Bestreben, GOTT davonzulaufen, ihn aus gewissen Bereichen meines Lebens auszuklammern, in Selbstgerechtigkeit mich vor ihm rechtfertigen zu wollen, das genügte, dass ein tiefer Graben zwischen GOTT und mir war.
Mir war klar, dass wenn mich jetzt ein Auto überfahren und ich sterben würde, ich nicht die Gewissheit hätte, bei GOTT zu sein.
Der Weg über den Graben zu GOTT war mir bekannt....
JESUS gab sein Leben für meins. Er hat einen schrecklichen Tod und das Verlassen sein von GOTT an meiner Stelle auf sich genommen.
Alles was vorher mit guten Taten ausgefüllt war, das war so leer in mir und ich wusste, dass es jetzt gilt, eine Entscheidung zu treffen. Entweder mit dieser inneren Leere und der Ungewissheit was „danach“ kommt weiterzuleben oder mein ganzes Leben an den zu übergeben, der teuer für mich bezahlt hat.
Ich entschloss mich für das Zweite. Und das war der 1. Schritt in ein neues Leben. Nicht dass nun alles besser läuft weil GOTT mein Freund ist. Aber es läuft alles anders. Nichtmehr Umstände bestimmen mein Leben sondern das Wissen, dass ich einen Erlöser in JESUS CHRISTUS habe, der mir in allen Lebenslagen beistehen wird.
Nichts würde ich mehr geben, um diese Entscheidung rückgängig machen zu wollen.

Katrin [zurück]