Fragen und Anworten

Entnommen aus dem Flyer "Gott, der Mensch und die Ewigkeit"
Nach einer Schrift von Richard Müller, neu herausgegeben von:
Christliche Gemeinde, 74321 Bietigheim-Bissingen, Gustav-Mahler-Straße 4

Ist Gott der Schöpfer aller Dinge?

Unsere Welt, ob wir nun die Sterne, die Atome oder das Leben anschauen, ist viel großartiger als alles,
was wir Menschen je gemacht oder erdacht haben.
Sie ist so planvoll und weise aufgebaut, daß ein großer, denkender Geist, Gott, dahinterstehen muß.

Als einzige andere Möglichkeit wird die Entstehung der Welt durch den Zufall genannt. Aber es wird immer schwieriger, diese Theorie
aufrechtzuerhalten, weil dabei viele Fragen ungelöst bleiben. Mathematiker haben bereits darauf hingewiesen, daß die Zufallstheorie
aufgrund der ungeheuer geringen Wahrscheinlichkeiten für eine echte Höherentwicklung von Lebewesen mathematisch nicht zu beweisen ist.
Außerdem beginnt auch die Evolutionstheorie nicht mit dem Nichts, sondern setzt bereits vorhandene Materie voraus, für deren Existenz
keine letzte Ursache angegeben werden kann.

Auf die große Frage, die Menschen durch Jahrtausende hin gestellt haben, auf die Frage nach dem Woher aller Dinge, nach dem Woher des
Lebens und des Menschen gibt es nur eine überzeugende Antwort:

„Im Anfang schuf Gott!“
(1. Mose 1,1)

Wurde die Bibel nicht von Menschen geschrieben?

Gewiß, die Bibel wurde von Menschen niedergeschrieben, aber sie wurden dabei durch den Geist Gottes geleitet.
Über einen Zeitraum von etwa 1600 Jahren haben mehr als 40 Verfasser bei der Entstehung der 66 Bibelbücher mitgewirkt; dennoch bilden
alle zusammen eine wunderbare Einheit.
Die ältesten Bücher der Bibel sind bis zu 3500 Jahre alt. Sie machen viele Aussagen über den Menschen, die Natur, die Geschichte und das Universum.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob das, was sie sagen, auch heute noch standhält.
Nach sorgfältiger Prüfung kommt man zu dem Ergebnis:
Nichts, was die Bibel wirklich sagt, steht im Gegensatz zu dem, was die Wissenschaft wirklich weiß. Angesichts des gewaltigen Fortschritts
der Wissenschaft und des Alters der Bibel ist das einfach sensationell! Wo findet sich in den Schriften des Altertums dazu eine Parallele?

Auch ist die Bibel voller Prophezeiungen, von denen sich die meisten bereits erfüllt haben.
Es sei nur auf die Rückkehr der Juden nach Israel hingewiesen, die schon vor 2500 Jahren vorausgesagt wurde.

Dieses außergewöhnliche Buch konnte nicht von Menschen erdacht werden; sie waren nur die Schreiber, die Gott einsetzte.
Es wurde ihnen von Gott eingegeben, was sie sagen und schreiben sollten.

„Heilige Männer Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geist.“
(2.Petrus 1,21)

Kann der moderne Mensch noch etwas mit der Bibel anfangen?

Viele fragen sich: Wie kann ich das Meiste aus meinem Leben herausholen? Die Bibel gibt darauf eine Antwort; unsere eigenen Anstrengungen führen
dagegen zu immer neuen Spannungen. Zudem entspricht das erreichte Ziel selten den Erwartungen.
Vom Leben enttäuschte Menschen suchen oft nach Leitbildern, Maßstäben und festen Werten —wo sind sie zu finden?

In der Bibel spricht Gott noch immer zu uns; seine Botschaft richtet sich auch heute an jeden Menschen ohne Ausnahme. Wo der einzelne auch steht,
jeder kann von der Möglichkeit Gebrauch machen, durch das Lesen der Bibel eine Begegnung mit dem lebendigen Gott zu erfahren.
Schon im Alten Testament läßt Gott sagen:

„Denn es ist nicht ein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben.“
(5. Mose 32,47)

Sehnen Sie sich nach dem wahren Leben? Jesus Christus kennt diese Sehnsucht. Er hat gesagt:

„Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluß haben.“
(Johannes 10,10)

Die Bibel zeigt uns den Weg zu dem lebendigen Gott. Durch Jesus Christus, den ewigen Sohn Gottes, können wir den Weg zum wahren Leben finden.
Wer zu ihm kommt, wird eine wunderbare Erfahrung machen: Alle Schuld wird ihm vergeben, er empfängt Frieden mit Gott und ewiges Leben
und weiß sich schon jetzt in Gott geborgen.
Wer durch Jesus Christus zu dem Gott der Bibel gefunden hat, der hat auch das beste Leitbild; er hat Werte und Ziele, die unvergänglich sind.


Ist mit dem Tod wirklich alles zu Ende?

Diese Frage wird oft unerwartet aktuell, wenn wir einmal persönlich mit Leid oder Unglück konfrontiert werden. Wo finden wir Trost, wenn das Grauen
von lebensbedrohlicher Krankheit oder Tod nach uns greift? Der Mensch ist offenbar mehr als nur Materie; er hat auch einen Geist und eine Seele.
Der Unterschied zwischen einem Lebenden und einem Toten ist eben nicht nur der, daß in dem Lebenden das Herz noch schlägt.
Vielmehr wird im Tod die Verbindung zwischen Geist, Seele und Leib zerstört, und wohl jeder empfindet am Totenbett, daß der Leib nur ein Teil
des Menschen ist. Die Bibel bezeugt klar, daß mit dem Tod nicht alles aus ist:

„Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“
(Hebräer 9,27)

Jesus Christus sagte:

„Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken
am letzten Tage.“
(Johannes 6,40).

Jesus Christus hat die Tatsache der Auferstehung mit seiner eigenen Auferstehung bewiesen. Bis heute ist diese Botschaft einer der Grundpfeiler
des christlichen Glaubens.
Die Bibel beruft sich dabei auf mehr als 500 Augenzeugen. Die leibliche Auferstehung Jesu ist eine Tatsache und die Voraussetzung und Garantie
für die Auferstehung aller Gläubigen zum ewigen Leben. Auch die übrigen Menschen werden einmal alle auferstehen, dann aber zum Gericht.

Wenn es einen Gott gibt, warum läßt er so viel Elend zu?

Gott läßt uns Menschen in einem hohen Maß unseren eigenen Willen, weil er uns nicht als Marionetten, sondern als verantwortliche Wesen erschaffen hat.
Auch sollen wir erkennen, wohin ein Weg ohne Gott führt. Ein großer Teil des menschlichen Elends ist doch selbstverschuldet, wenn wir z.B. an Kriege,
Rassismus, Not durch Unterdrückung Schwächerer, wirtschaftliche Ausbeutung, Kriminalität und Mißhandlung denken.
Dazu kommt all das Leid, das wir uns gegenseitig im Alltag durch Rücksichtslosigkeit und egoistisches Verhalten zufügen.
Das alles nennt Gott Sünde. Auch müssen wir wissen, daß das irdische Leben den Sinn nicht in sich selbst trägt, sondern uns hinweisen soll auf den,
der der Schöpfer und Sinngeber des Lebens ist. Not und Leid sollen für uns persönlich ein Anlaß werden, Gott zu suchen und zu finden.

„Er hat ... die Menschen gemacht ... damit sie Gott suchen ... obgleich er nicht fern ist von einem jeden von uns“
(Paulus in Athen, Apostelgeschichte 17,26-27).

Gott will auf die Not in unserem Leben antworten, indem er uns eine wirkliche Hoffnung und ewiges Leben schenkt. Wir sollen an der Auferstehung
und dem Leben in einer zukünftigen, vollkommenen Welt teilhaben.

„Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein;
denn das Erste ist vergangen. Siehe, ich mache alles neu!“
(Offenbarung 21,4-5)

Kann je ein Mensch sagen: Ich bin in Ordnung, ich kann vor Gott bestehen?

Wer noch zu ein wenig Selbsterkenntnis fähig ist, weiß, daß er nicht ohne Sünde ist.
Da ist keiner, der nicht schon an seinen Mitmenschen schuldig geworden wäre, denn unser Leben wird durchweg von Egoismus und Herrschsucht bestimmt.

Noch schwerer wiegt unser Versagen Gott gegenüber. Kann er nicht von uns, seinen Geschöpfen, zurecht erwarten, daß wir ihn lieben und ihm mit
Dankbarkeit und Ehrfurcht begegnen?

Davon sind die meisten Menschen weit entfernt. Ihr Streben geht vielmehr dahin, selbständig zu sein, d.h. ohne Gott zu leben.
Sie fragen nicht nach Gottes Geboten. Sie nennen das „Freiheit“ und erkennen nicht, daß es Aufruhr gegen ihren Schöpfer und Erhalter ist.
Gott sagt uns:

„Da ist kein Gerechter. — Da ist keiner, der Gutes tue, da ist auch nicht einer. (Römer 3,10 u.12)

Wie kann man mit Gott ins Reine kommen und seine Schuld loswerden?

Das ist die wichtigste persönliche Frage, vor die wir uns gestellt sehen. An Gott kommen wir nicht vorbei. Entweder ist er unser Retter,
oder er wird unser Richter sein.
Hören wir, was Jesus Christus dazu sagt:

„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“
(Matthäus 11,28)

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
(1. Johannes 1,9)

Das Wort ist immer noch gültig, das Paulus einst einem Gefängniswärter sagte,
der errettet werden wollte:

„Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden“
(Apostelgeschichte 16,31)

Was geschieht mit denen, die nie etwas vom christlichen Glauben gehört haben?

Ein großer Teil der Menschheit hat die Botschaft von Jesus Christus nie gehört;
doch sind auch solche Menschen vor Gott verantwortlich.
Gott offenbart sich auch in seiner Schöpfung und redet auch durch das Gewissen des Menschen.
Gott ist absolut gerecht in seinem Urteil und kann von jedem Menschen erwarten, daß er nach seinem Schöpfer fragt und
den Mahnungen des Gewissens folgt.
Für den, der die Bibel kennt, muß der darin niedergeschriebene Wille Gottes maßgebend sein.

Wer aber Gottes Evangelium nicht kennt, weil er keine Gelegenheit hatte, es zu hören, wird nach seinen Werken und dem Zeugnis seines ihm
von Gott gegebenen Gewissens beurteilt werden. In unserem Land aber wird es kaum jemand geben, der nicht wenigstens so viel von Gott
gehört hätte, daß er — wenn er nur will — sich eine Bibel besorgen und den Weg zu seiner Rettung durch Jesus Christus kennenlernen könnte.

Wer aber Gottes Rettung ablehnt und sich dem Evangelium verschließt, kann nicht mit Gottes Gnade, sondern muß mit seinem Gericht rechnen.

„...ihr Gewissen zeugt mit und ihre Gedanken klagen sich untereinander an ... an dem Tag, wenn Gott das Verborgene der Menschen richten wird ...„
(Römer 2,15-16)

Wird die Botschaft des Neuen Testamentes nicht unglaubwürdig, weil die Christen in viele Kirchen und Gemeinden aufgespalten sind?

Von den vielen, die sich Christen nennen, erfüllt leider nur ein Bruchteil die Voraussetzungen, die das Neue Testament nennt.
Nur der ist ein wahrer Christ, der Jesus Christus als seinen persönlichen Retter und Herrn kennengelernt, ihn uneingeschränkt als
den ewigen Sohn Gottes anerkennt und neues Leben aus Gott empfangen hat.

„Wer irgend bekennt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, in ihm bleibt Gott, und er in Gott.“
(1. Johannes 4,15)

Außerdem muß sich diese Überzeugung auch im persönlichen Leben auswirken:

„Was aber nennt ihr mich Herr, Herr! und tut nicht, was ich sage?“
(Lukas 6,46)

Menschen, die aufrichtig Jesus Christus als ihren Herrn und die Autorität der Bibel als Gottes Wort anerkennen, finden immer zueinander.
Die Gegensätze zwischen den Kirchen sind dadurch zustande gekommen, weil man im Laufe der Jahrhunderte von der Lehre der Bibel abwich
und falsche Lehren eindrangen. Vielfach begnügte man sich mit einem religiösen Bekenntnis und hat der Zugehörigkeit zu einer Kirche oder
Gemeinde mehr Bedeutung beigemessen als der Lehre der Bibel und dem Haupt der Gemeinde, dem Herrn Jesus Christus.
Wir dürfen nicht Jesus Christus anlasten, was unter Berufung auf ihn von Menschen getan wird, die sein Ansehen nutzen wollen, um ihre
eigene Sache voranzutreiben.
Die Bibel sah diese Entwicklung voraus:

„Aus euch selbst werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Junger abzuziehen hinter sich her.“
(Apostelgeschichte 20,30)

Wenn Gott den Menschen erschaffen hat, muß er dann nicht auch die volle Verantwortung übernehmen für das, was der Mensch tat?

Gott schuf den Menschen sündlos, aber der Mensch versagte in der ersten Erprobung; er wurde zum Sünder, zum Gegner Gottes.
Gott aber liebt den Menschen trotz allem. Er selbst übernahm es, ihm einen Weg zurück zu bahnen.

Er tat es, indem er seinen Sohn in die Welt sandte, damit er unsere Sünden am Kreuz sühnte, so daß nun jedem Menschen durch Jesus Christus
der Zugang zu Gott offensteht. Wer das Erlösungswerk am Kreuz im Glauben für sich in Anspruch nimmt, wer erkennt, daß Jesus Christus für ihn
starb als sein Stellvertreter im Gericht Gottes, der findet volle Vergebung seiner Schuld und Frieden mit Gott.

Wenn aber ein Mensch die Gnade, die Gott ihm anbietet, ausschlägt; wenn er es ablehnt, sich retten zu lassen, so besiegelt er seine Verurteilung.

„Wer an ihn (den Sohn Gottes) glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen
des eingeborenen Sohnes Gottes.“
(Johannes 3,18)

Von denen aber, die Vergebung gefunden haben, erwartet Gott, daß sie sich durch ein heiliges Leben der Gnade würdig erweisen, die Gott ihnen geschenkt hat:

„Wandelt nur würdig des Evangeliums des Christus!“
(Philipper 1,27)

Fünf entscheidende Tatsachen

1. Gott ist vollkommen heilig, gerecht und wahrhaftig. Er kann Sünde nicht sehen.

„Du bist zu rein von Augen, um Böses zu sehen...“
(Habakuk 1,13)

2. Jeder Mensch ist ein Sünder und kann sich selbst nicht aus der Macht der Sünde befreien.

„Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns.“
(1. Johannes 1,8)

„Ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft.“
(Römer 7,14)

3. Aus den ersten beiden Tatsachen folgt: Gott wird einmal jeden Menschen richten!

„Gott hat einen Tag gesetzt, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit.“
(Apostelgeschichte 17,31)

4. Gott ist Liebe! In seiner Liebe gab er seinen Sohn, damit wir gerettet werden können:

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe,
sondern ewiges Leben habe.“
(Johannes 3,16)

5. Um errettet zu werden und teilzuhaben an der Erlösung, muß man in Buße (d.h. aufrichtiger Umkehr des Herzens) und Glauben
zu Jesus Christus kommen.

„Ich habe sowohl Juden als Griechen bezeugt die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus.“
(Apostelgeschichte. 20,21)

Jesus Christus spricht:
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben. ... und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod
in das Leben übergegangen.“
(Johannes 6,47)